Da liegt Gold. Verborgene Schätze in aller Welt.  Endlich, nach zwei Jahrzehnten, ist ein Klassiker der Schatzliteratur wieder lieferbar. 1971 erstmals aufgelegt und gleich sehr erfolgreich, war dieser Titel über Jahre vergriffen, was die Antiquariatspreise in die Höhe trieb und die Laune vieler Schatzsucher verdarb. Mit dieser Sonderausgabe wird das Goldfieber nun wieder angeheizt. Autor Piekalkiewicz berichtet von Millionenschätzen, die immer noch verborgen sind: vergrabene Beute, Kronjuwelen, Piratenlager, goldgefüllte Schiffe und viele mehr, inklusive OAK ISLAND.


Das Geheimnis von Oak Island

Seit über 200 Jahren wird auf Oak Island nach einem Schatz gesucht.
Menschen haben ihr Vermögen, sogar ihr Leben riskiert - ohne wirklich zu wissen wonach sie eigentlich genau suchten - und ein Ende ist noch immer nicht in Sicht.
von Frank Wobst


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Oak Island, ein kleines Eiland von 1200 Metern Länge und einer Breite von durchschnittlich 800 Metern, liegt in der Mahone Bay, an der Südküste Nova Scotias im Osten von Kanada.
Wären in den letzten 200 Jahren nicht etliche Schächte in die Erde dieses Eilands getrieben worden, würde sich Oak Island kaum von den mehr als 350 anderen Inseln der Gegend unterscheiden.

Ausgelöst hat die nun mehr als 200jährige Schatzsuche 1795 der 16jährige Daniel McGinnis. Bei einem Ausflug nach Oak Island fand Daniel am Südende der Insel eine gerodete Fläche in deren Mitte auf einer kleinen Erhebung eine große, knorrige Eiche stand. Die Rinde des alten Baumes wies zahlreiche Einkerbungen und Markierungen auf. Im Schatten der Eiche entdeckte er danach eine sonderbare rundliche Vertiefung von ungefähr zwei Metern Durchmesser. Das erstaunlichste bot sich ihm aber bei einem Blick nach oben. An einem Ast in Höhe von vier Metern hing ein alter Flaschenzug herunter, wie er früher auf Schiffen benutzt wurde. Als er ihn abnahm, zerfiel er.

Daniel fielen sofort die vielen Geschichten, Sagen und Legenden seiner Heimat ein. Es wurde sich erzählt, dass noch vor 100 Jahren diese Inseln von Piraten als Ruheplätze und Verstecke genutzt wurden. Natürlich gehört auch dazu, dass Piraten hier ihre Beute vergraben haben sollen. Eine verständliche Schlussfolgerung. Dieses Labyrinth aus zahllosen kleinen und meist unbewohnten Inseln musste für Freibeuter ein fast ideales Versteck gewesen sein. Nach seinem Fund verließ Daniel McGinnis voller Aufregung die Insel.

Am nächsten Tag fuhr er mit zwei Freunden, Anthony Vaughn und John Smith, wieder auf die Insel. Die Jungen wollten auf Schatzsuche gehen und begannen an der rundlichen Vertiefung unter der alten Eiche zu graben. Während weiterer Erkundungen entdeckten die Jungen auf der Insel, in einer kleinen im Südosten gelegenen Bucht, auch einen eisernen Ring, der in einen Felsen eingelassen war. Der Ring war nur bei Ebbe zu sehen, und es war ein Ring, wie er zum Festmachen von Schiffen benutzt wird.
Die drei Freunde versuchten auf der Insel weitere Spuren und Hinweise zu finden, schließlich begannen sie weiter an der rundlichen Vertiefung zu graben, fanden aber nichts. Ihre Möglichkeiten waren Schaufeln und Hacke, und für sie war es sicherlich auch ein großes Abenteuer hier auf Schatzsuche zu gehen. Auch wenn sie nicht fündig wurden, glaubten sie weiterhin, dass auf Oak Island ein Schatz verborgen war.

Sie setzten die nun mehr als 200 Jahre währende Schatzsuche in Gang, in der um die dreißig extra hierzu gegründete Gesellschaften zahlreiche tiefe Schächte in die Erde trieben, bei der Menschen starben und Unsummen von Geld ausgegeben wurden. Erstmals professioneller wurde die Schatzsuche 1804. Der 30jährige Simeon Lynds erkannte sofort, dass es nur mit einem starken finanziellen Hintergrund möglich wäre, Erfolg zu haben. Aufmerksam gemacht auf das Geheimnis der Insel wurde er übrigens durch einen Freund, den schon erwähnten Anthony Vaughn.

Unter der Eiche begann man den Money Pit - die Goldgrube -, den inzwischen legendären Schacht, auszuheben. Schon früh stießen die Männer auf Platten aus Eichenholz, die alle drei bis fünf Meter auftauchten, bis zu einer Tiefe von 28 Metern. So stellte sich schnell heraus, dass hier einst ein künstlicher Schacht in die Erde getrieben worden war, und man nicht auf blauen Dunst, auf bloße Vermutungen hin, suchte.
Zwischendurch fand man auch Kokosnussfasern, Holzkohle und eine besondere Tonmischung. Angekommen in der für damalige Zeit unvorstellbaren Tiefe von 33 Metern, stieß man auf eine Steinplatte. Die Männer waren euphorisch und glaubten sich kurz vor dem Ziel. Hier unter dieser Platte nun würde der Schatz liegen. Ihre Enttäuschung war riesengroß. Zwar fanden sie auf der Unterseite der Steinplatte eingemeißelte Buchstaben und Darstellungen, mit denen aber leider niemand etwas anfangen konnte. Auch die Sprache war den Menschen unbekannt, niemand konnte sie in irgendeiner sinnvollen Form deuten.

Ein richtiger Schock traf die Schatzsucher aber erst am nächsten Tag. Über Nacht hatte sich der Schacht mit Wasser gefüllt. Die Männer versuchten das Wasser abzuschöpfen. Der Wasserspiegel senkte sich aber nicht. Alle Mühen und Qualen schienen umsonst. Eine Pumpe wurde gebaut, die schaffte es wenigstens einen Teil des Wassers abzupumpen. Auf Grund des eintretenden Winters wurde die Arbeit eingestellt. Im Frühjahr stellte man fest, dass der Money Pit sich immer wieder mit Wasser füllt. Man beschloss einen weiteren Schacht wenige Meter entfernt parallel auszuheben, um dann seitlich zum Money Pit durchzustoßen. Auch dieses Unternehmen schlug fehl.

Der neue Schacht füllte sich ebenfalls mit Wasser, und die Männer entkamen in einer Tiefe von 36 Metern nur knapp den auf sie einstürzenden Wassermaßen. Für einige Zeit ruhte danach die Schatzsuche auf Oak Island.

Später wurde versucht dem Schatz mit Hilfe einer Bohrung im Money Pit näher zukommen. Über die Jahre versuchten nun zahllose Männer, extra gegründete Schatzsuchergesellschaften dem Geheimnis von Oak Island auf die Spur zu kommen. Man kam schließlich dahinter, dass das eintretende Wasser im Money Pit und den anderen Schächten mit dem Gezeitenspiegel übereinstimmte. Schließlich wurden künstlich angelegte Flutungstunnel entdeckt, die zum Money Pit führten und so die Wassereinbrüche von der See auslösten. Immer wieder wurden neue Schächte in die Erde dieser winzigen Insel getrieben, um dann von der Seite zum Money Pit durchzustoßen, und die Überflutung von unten zu umgehen.

Männer quälten sich weiter in die Tiefe. Bei 37 Meter stieß man wieder auf Holz, und diesmal war es eine Kiste. Aber auch sie wurde zu einer weiteren Enttäuschung. In ihr befanden sich nur wertlose Metallteile, die man heute als einfach als Schrott bezeichnen würde. In 54 Meter Tiefe fand man dann einen Pergamentfetzen, dem Schatz kam man aber auch dadurch nicht näher.

Welcher Schatz wird hier nun über zwei Jahrhunderte so unerbittlich gesucht?

Was trieb Menschen an, hier immer und immer wieder ihr Geld und oft auch ihr Leben zu riskieren?

Zunächst waren es die Legenden und Geschichten, die Piraten wie Captain Kidd zum Inhalt hatten. Bald aber kamen auf Grund der doch offensichtlich komplizierten Anlage und ihren Merkwürdigkeiten - die immer wieder kehrenden Schichten von Eichenbohlen, die Steinplatte mit den nicht zu deutenden Zeichen, die Kiste in 37 Meter Tiefe, die künstlich angelegten Tunnel, die vom Schacht abgingen - andere Theorien auf.

Durch alte mündliche Überlieferungen aus Südamerika, tauchte die Annahme auf, dass ein Maya oder Inka Fürst hier Schätze vor den Spaniern in Sicherheit gebracht hatte. Es ist aber nur schwer nachvollziehbar, nach den heutigen Kenntnissen, dass Maya aus Zentralamerika, oder Inka aus Südamerika hier ihr Gold in Sicherheit gebracht haben sollen. Als Seeleute haben sich weder die Maya noch die Inka hervorgetan. Und dass sie einen großen und vom Gewicht her schweren Transport so weit über Land, durch feindliche Regionen hierher gebracht haben sollen, scheint nicht sehr realistisch.

Dann tauchten Theorien auf, dass auf Oak Island vielleicht mal eine UFO Basis, oder ein wie auch immer gearteter Stützpunkt Außerirdischer war.
Andere entwickelten, auf Grund obskurer Aussagen und Überlieferungen, die Theorie, dass es sich bei dem Schatz um verlorengegangene Manuskripte Shakespeares handelt.
Eine weitere Theorie war, dass es sich um sakrale Gegenstände, Gold und Silberschmuck aus dem schottischen Kloster St. Andrews handelt. Das Kloster wurde 1560 geschlossen. Aber warum sollten diese Gegenstände ausgerechnet hierher gebracht worden sein und von wem?

Eine der interessantesten Theorien ist zweifelsohne, dass es sich bei dem Schatz auf Oak Island um den Heiligen Gral handeln soll.

Aber hier gehen schon die Meinungen, was eigentlich ist der Heilige Gral, weit auseinander. Für die einen ist es ein Becher, in dem das Blut Jesu aufgefangen wurde bei der Kreuzigung, für die nächsten ist der Gral eine rein spirituelle Sache. Andere haben in Büchern ihren Theorien über den Heiligen Gral im Zusammenhang mit Außerirdischen dargelegt. Der Gral ist da sozusagen eine Maschine. Und dann ist für viele der Gral kein Gegenstand welcher Art auch immer, sondern die Blutlinie Jesus Christus, die angeblich bis zum heutigen Tage fortbesteht.
Eines aber haben alle Theorien im Zusammenhang mit dem Heiligen Gral gemeinsam. Zu ihnen gehören in jedem Fall die Templer. Die Templer wurden und werden immer als die Hüter des Grals angesehen, was immer der einzelne sich auch unter dem Gral vorstellt. Die Vermutung, dass der Heilige Gral auf Oak Island versteckt worden sein soll, kam auch überhaupt erst im Zusammenhang mit den Templern auf.

Die Anlage des Money Pit, mit den eingebauten Platten aus Eichenholz, mit Flutungsschächten und Tunneln ist eine technisch perfekte Meisterleistung. Erst dadurch entwickelte sich die Theorie, dass die Templer die Erbauer dieser Anlage gewesen sein könnten.

Warum? Nach den Kenntnissen der Historiker über Piraten, ist es geradezu unvorstellbar, dass diese eine derartige Anlage konstruiert haben. Hierzu gehörten große Erfahrungen im Berg- und Tiefbau, die zweifelsohne in diesem Ausmaß bei Freibeutern kaum vorhanden gewesen sein dürfte.Und ein weiteres Indiz gegen die Theorie eines Piratenschatzes ist, dass die Konstruktion mehrere Monate schwere und disziplinierte Arbeit gekostet haben muss. Unvorstellbar bei Piraten.

Die Templer aber dürften über die notwendige Disziplin und die entsprechenden Fachleute verfügt haben. Da mit den Templern immer wieder der Heilige Gral in Verbindung gebracht wird, kam fast automatisch die Vermutung auf, hier könnte der Gral verborgen sein, der von so vielen im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt gesucht wurde. Die nächste Schlussfolgerung, dass es sich nicht um den Gral, sondern - lediglich - um das Gold der Templer handeln könnte, kam danach durch weitere Anhaltspunkte und Annahmen auf.

Die Templer, ein Orden, der in nur zweihundert Jahren zur mächtigsten Institution seiner Zeit wurde.

Im Jahr 1118 schließen sich acht Ritter zu einem Bündnis zusammen, aus dem 1120 der erste geistliche Ritterorden entstand. Das war der Anfang einer atemberaubenden Entwicklung. Die Templer unterstanden nur einem, dem Papst. Aus dem Orden, der sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Pilger im Heiligen Land zu beschützen, wurde schnell eine länderübergreifende, machtvolle Institution. Ihr Reichtum war unermesslich. Sie zahlten in keinem Land Steuern oder andere Tribute an den Herrscher. Sie führten den bargeldlosen Zahlungsverkehr ein. Sie finanzierten Fürsten und Könige. Und sie wurden zu mächtig für diese.

1307 wurde der Orden von Phillip dem Schönen von Frankreich zerschlagen. Die Templer wurden auf Grund von Anklagen wie abartiger sexueller Praktiken, Sodomie, Homosexualität und Teufelsanbetung vernichtet. Phillip dem Schönen ging es aber in erster Linie um den schnöden Mammon. Er selbst war mehr oder weniger bankrott. Die Templer hatten gerade in Frankreich ihre größten Stützpunkte. Der Orden wurde ja auch von französischen Rittern gegründet. Für den König von Frankreich führte die Zerschlagung der Templer aber nicht zu vollen Kassen. Seine Schergen fanden trotz intensiver Suche keine nennenswerten Mengen an Geld, Gold oder Silber.
Und letztlich scheint ihn die Zerschlagung des Ordens das Leben gekostet zu haben. 1314 auf dem Scheiterhaufen verfluchte der letzte Großmeister der Templer, Jacques-Bernard de Molay, Phillip den Schönen und sein Werkzeug Papst Clemens V., ohne den es Phillip nicht möglich gewesen wäre gegen den Templerorden vorzugehen. Der Fluch hatte scheinbar gewirkt. Kurz darauf starb Papst Clemens V., und am Ende des Jahres 1314 verunglückte Phillip der Schöne tödlich bei einer Jagd.

Die ungeheuren Reichtümer der Templer sind bis heute nicht gefunden worden. Jedenfalls ist nichts gegenteiliges bekannt, obwohl an verschieden Orten intensiv nach dem Vermögen der Templer gefahndet wurde.
Aber ist es möglich, dass die Templer nach Amerika gekommen waren? Waren Sie wirklich schon vor Kolumbus dort?

Unter den Templern gab es nicht nur erstklassige Baumeister, wie zahllose Kirchen und Festungen belegen, es gab auch hervorragende Seeleute.
Die Templer verfügten über eine große Flotte und erfahrene Kapitäne. Nach den Überlieferungen verließen unmittelbar vor der Zerschlagung des Ordens 18 Schiffe den Hafen La Rochelle in Frankreich, und wurden nie wieder gesehen. Segelten Sie nach Oak Island? Es gibt nichts, das diese These belegt. Aber irgendwo müssen diese Schiffe schließlich gelandet sein. Eine Theorie lautet, dass sie nach Schottland segelten. Die Templer, die den Häschern Phillip des Schönen entkommen konnten, flohen zu einem großen Teil nach Portugal und nach Schottland. In Schottland und Portugal wurden die Templer nicht behelligt und fanden Schutz. Das ist historisch erwiesen.

Schottland, eine rauhe Gegend im Norden Europas, Heimat einer einflussreichen Familie. Ein Angehöriger dieser Familie, Henry Sinclair, soll 1395 oder 1398 nach Amerika gesegelt sein. Er soll in einer Gegend gelandet sein, die heute Nova Scotia - Neuschottland - heißt. Wurde der Schatz der Templer von ihm nach Oak Island gebracht? Und wenn ja, wo wurden die Reichtümer der Templer gute 90 Jahre, von 1307 bis 1398, versteckt? In Schottland?

Die Sinclair oder Saint-Clair, ein altes schottisches Adelsgeschlecht, (ursprünglich aus der Normandie kommend, daher auch St. Clair), verbunden mit den Templern und dann über Generationen mit den Freimaurern. Angeblich stammt die Familie von Ingiald, König von Uppsala in Schweden im siebten Jahrhundert, ab. Zu den weitläufigen Vorfahren sollen auch Rolf (Rollo), Eroberer und sozusagen Gründer der Normandie im Jahr 911, der erste König von Norwegen Harald (854 - 934), sowie weitere Könige im Norden Europas gehören. William, der Eroberer, der sich dann William I. von England nannte, soll ebenfalls zu den Vorfahren zählen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch , dass außer den St. Clair auch die Familie Payens aus dieser Linie hervorgegangen sein soll. Hugo de Payens war einer der Gründer des Templerordens und der erste Großmeister.

Die St. Clair - ich nenne die Familie der Einfachheit halber von nun an St. Clair - werden auch zu den Mitgliedern der Prieure de Sion gezählt. Ein Orden, der noch heute existieren soll. Ein Orden, der der Orden hinter den Templern gewesen sein soll. Ein Orden, der im verborgenen wirkte und auch noch wirken soll.
Nahe Edinburgh im Ort Rosslyn liegt die geheimnisvolle Kapelle Rosslyn-Chapel. In den Jahren 1441 oder 1446, wurde der Grundstein der Kirche von William St. Clair, Baron of Rosslyn gelegt. Freimaurer sollen hier regelmäßig unter dem Vorsitz der St. Clair ihre Versammlungen abgehalten haben. Die St.Clair spielten im 15. und 16. Jahrhundert eine einflussreiche Rolle in der schottischen Politik. Aber nicht nur in Schottland war die Familie St. Clair aktiv. Henry St. Clair, Baron von Rosslyn, war zusammen mit Gottfried von Bouillon auf dem ersten Kreuzzug.
Marie St. Clair, eine Nachfahrin dieses Henry St. Clair, soll Großmeisterin der Prieure de Sion, dem geheimnisvollen Orden hinter den Templern, gewesen sein. Sir James St. Clair, 1767 - 1837, war englischer Politiker. 1805 war er Oberbefehlshaber im Mittelmeer, 1834 wurde er Lordpräsident des Kabinetts. 1812 - 1813 war er Großmeister der Großloge von Schottland. Es ist erkennbar, dass die St. Clair eine über lange Zeit einflussreiche Familie war, vielleicht auch noch ist, die aber gern aus dem Hintergrund agierte.
Hat sie die Reichtümer der Templer versteckt? Wenn man sich ihre Geschichte anschaut, ist das durchaus vorstellbar.

Sollte Henry Sinclair nun tatsächlich in Amerika gelandet sein?
Inzwischen gilt es als ziemlich sicher, dass Kolumbus nicht der erste Weiße war, der den amerikanischen Kontinent betrat. Einzelne Forscher gehen davon aus, dass schon die Wikinger in Amerika waren. Trotz allem stellt sich dann immer noch die Frage, warum wurde der Schatz der Templer erst 90 Jahre woanders versteckt. Eine Erklärung wäre, dass er in Schottland nicht mehr sicher gewesen ist. Denn gesucht wurde das Gold der Templer von vielen seit der Zerschlagung des Ordens. Aber das alles ist bisher nur reine Theorie, durch nichts belegt.

Auch heute wird noch auf Oak Island nach einem Schatz gesucht, und es wird wohl immer wieder Menschen geben, die diese Suche fortsetzen. Menschen, die ihr Hab und Gut in diese Suche investieren, deren Lebensinhalt die Suche nach dem Schatz von Oak Island wird.
Neben mehr oder weniger professionellen Schatzsuchern haben sich Historiker, Militärwissenschaftler, Ingenieure, Geophysiker, kurz gesagt Wissenschaftler der verschiedensten Fachgebiete, mit dem Phänomen Oak Island befasst. Eine Lösung hat bisher niemand gefunden.

Momentan hat die Insel zwei rivalisierende Besitzer, die strikt voneinander getrennte Teile der Insel innehaben. Eine Gesellschaft, die den Schatz sucht, sowie einen Privatmann, der genau das gleiche tut.

Eines Tages wird er vielleicht gefunden, und wir werden erfahren, ob es der Schatz der Templer ist.
Vielleicht wird auch nie irgend jemand etwas finden auf dieser Insel. Denn wenn wirklich die Templer auf Oak Island waren und ihr Gold dort versteckten, ist es auch möglich, dass es inzwischen von dort wieder weggeholt und an einen anderen Ort gebracht wurde. Sollte nämlich die Prieure de Sion, dieser geheimnisvolle Orden hinter dem Orden der Templer, tatsächlich über Hunderte von Jahren existiert haben und womöglich noch existieren, dürfte er nicht untätig darauf gewartet haben, dass irgendein Schatzsucher dort fündig wird. Aber gab es oder gibt es diesen Orden wirklich?

Inzwischen wurden von Wissenschaftlern kanadischer Institutionen seltsame Bodengestaltungen unter Wasser vor der Insel entdeckt, die unter Umständen künstlich angelegt worden sind. Dieses jetzt unter Wasser liegendende Gebiet war früher höchstwahrscheinlich ein über Wasser liegender Teil von Oak Island.
Ein Anlass für neue Überlegungen und Thesen? Liegt der geheimnisvolle Schatz von Oak Island vielleicht heute unter Wasser? Wir werden sehen, was die Forschungen der nächsten Jahre ergeben. Es bleibt also spannend.

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Links:

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Oak Island Websites in Englisch; teilweise mit Karten und Fotos:


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Buchempfehlungen:

Die Templer, 1120 als erster geistlicher Ritterorden gegründet, haben wie kaum eine andere Schöpfung des mittelalterlichen Abendlandes die Phantasie der Zeitgenossen wie der Nachwelt beschäftigt. Bis heute wird den "Geheimnissen der Gralshüter" nachgespürt. In diesem Band beleuchtet Alain Demurger alle Aspekte der Geschichte der Templer auf dem neuesten Stand der historischen Forschung.
Ursprung und Gegenwart eines geheimen Ordens. Sein Wissen und seine Macht. Ein atemberaubender Bericht der mit der Recherche für einen BBC-Fernsehfilm begann. Die faszinierende Welt des Mittelalters, Königsdynastien, die Kreuzzüge - und die Frage nach dem Orden hinter dem Orden der Templer - der Geheimgesellschaft Prieure de Sion.
Wohin retteten sich die wenigen Überlebenden des verfolgten Templer-Ordens? Was geschah mit ihrem okkulten Wissen und ihren Idealen? Ein Geschichtsbuch im Stil eines Detektivromans.
Faksimileausgabe des 1932 erschienen Werkes mit einem mehr als umfangreichen lexikographischen Teil von 6000 Stichworten. Das Buch ist nach Aussage der Autoren keine Propagandaschrift für das Freimaurertum noch eine Ablehnungschrift.

Man braucht nicht erst vom Fieber der Schatzsuche erfaßt sein, um an den Geschichten von der Schatzinsel, dem Nibelungengold, den verborgenen Reichtümern der Inkas, der Gotländer, von Kauffahrern, Templern und Piraten Gefallen zu finden und sich von Schätzen in Amerika, Australien, Afrika und Europa in höchste Spannung versetzen zu lassen. Dieses Buch ist ein faszinierendes Kompendium aus Plänen, alten Dokumenten, historischen Fotografien und detaillierten Berichten über vergebliche Expeditionen, inkl. OAK ISLAND.

Bücher in Englisch:

Treasure Islands: The Fascinating World of Pirates, Buried Treasure, and Fortune Hunters
including a chapter about OAK ISLAND

Bloodline of the Holy Grail: The Hidden Lineage of Jesus Revealed


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